Alpin-Wacholder

Der Alpin-Wacholder

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Kostbarkeit aus dem Hochgebirge

Der Alpin-Wacholder, auch Bergwacholder, Zwergen-Wacholder oder Kranewitt genannt, ist eine Varietät des gemeinen Wacholders und gehört somit zur Familie der Zypressengewächse. Vorzufinden ist das Niedriggewächs, das einzigartig in seinen Eigenschaften ist, im Alpengebiet. Im Gegensatz zu dem gemeinen Wacholder, der bereits auf einer Höhe von 1200 Metern wächst, kann der Bergwacholder erst ab einer Höhe von 2.000 Metern gedeihen. Durch die Höhe und die erschwerten Lebensbedingungen, denen er ausgesetzt ist, entwickelt der Alpin-Wacholder – im Gegensatz zum communis – ganz andere, besonders wertvolle Inhaltsstoffe.

Alpin-Wacholder

Das ätherische Öl des Alpin-Wacholders: Wertvolle Tropfen


Der ätherische Öl des Alpin-Wacholders  ist eine Rarität auf dem Markt. Der Juniperus communis var. nana – so die lateinische Bezeichnung der Pflanze – wird in Südtirol zur Erhaltung der Weideflächen regelmäßig und kontrolliert geerntet. Die Ernte ist äußerst zeitintensiv und mühsam, die Ausbeute gering: Für einen Liter Öl müssen rund 2 Tonnen Pflanzenmaterial destilliert werden! Die Zweige des Wacholders werden in Bergilas Latschenölbrennerei mittels traditioneller Wasserdampfdestillation handwerklich und schonend destilliert, um das kostbare Alpin-Wacholderöl zu gewinnen. Dieses duftet waldig, frisch, holzig, kraftvoll und hat sich ganz besonders bei starken Entzündungen, Gelenkschmerzen, Rheuma, Arthrose und Arthritis bewährt.

Erfahrungen der Volksmedizin und Wirkung

 

Für unsere Vorfahren war der Wacholder eine der wichtigsten Heilpflanzen. Der Name stammt aus dem Althochdeutschen „Weckholder“ oder „Queckholder“ und bedeutete damals so viel wie „wach“, „erquickend“. Man schrieb dem Gewächs eine lebensstärkende und verjüngende Wirkung zu. Tatsächlich wird das ätherische Öl des Wacholders auch heute noch bei Lustlosigkeit und Müdigkeit eingesetzt. Vor allem werden die Beeren des Wacholders während der Fastenzeit verwendet und – aufgrund seiner stark antibakteriellen Eigenschaften – bei Blasenentzündungen. Seit jeher ist die harntreibende und ausscheidende Kraft des Wacholders bekannt. Daher findet er auch bei Lymphstau, Ödemen, Gicht sowie bei Cellulite und Krampfadern Verwendung. Wacholder wirkt 

  • entwässernd
  • entzündungshemmend
  • verdauungsfördernd
  • anregend (Leber und Bauchspeicheldrüse)
  • antibakteriell (Blase)
  • gewebestraffend
  • anregend, aktivierend und beschützend

 

Alpin-Wacholder

Tipps & Tricks: So verwenden Sie das ätherische Öl des Alpen-Wacholders!

 

Raumbeduftung:

 

Geben Sie in die Schale der Duftlampe genügend Wasser und fügen Sie 2–4 Tropfen des ätherischen Öls hinzu. Das Raumklima verändert sich spürbar – und positive Energie breitet sich aus!

 

Aromaküche:

Die Wacholderbeeren besitzen einen süß-würzigen und gleichzeitig leicht bitteren Geschmack und sind als Gewürz daher sowohl in Kohlgerichten als auch in diversen Fisch- und Wildgerichten für die Verdauung unentbehrlich. Wacholderbeeren sind auch im Bergila Kräutersalz enthalten und geben dem Gericht seine typisch würzige Note. Aber auch das Wacholderöl können Sie in Ihre Aromaküche mit aufnehmen: 2 oder 3 Tropfen reichen, um 100 g Lebensmittel zu aromatisieren! Das würzige und verdauungsfördernde Öl des Wacholders passt sehr gut zu kräftigen Gerichten.

Leckere und vor allem gesunde Rezepte finden Sie übrigens hier.

Alpin-Wacholder

Äußerliche Anwendung bei Gelenkschmerzen:

 

20 Tropfen des ätherischen Öls mit 100 ml Massageöl (z. B. Mandelöl) vermengen und die betroffene Stelle einreiben. Handelt es sich um kleine Stellen, wie beispielsweise das Fingergelenk, kann man das Öl auch pur auftragen. Als Basisöl können Sie auch das Bergila Massageöl Aktiv verwenden – darin enthalten sind neben hochwertiger, pflanzlicher Öle auch durchblutungsfördernde ätherische Öle wie Lavendel, Wacholder sowie Kiefer. Fügen Sie 20 Tropfen Wacholderöl dazu um die Wirkung nochmal zu intensivieren.

 

Ideal zum Einmassieren und für Massagen ist natürlich auch unsere Wacholder Salbe Bio, die nach altem Traditionsrezept hergestellt wird. Pflanzliche Öle und Bienenwachs aus kontrolliert biologischem Anbau bilden die Basis dieser Salbe. Einfach zweimal täglich – morgens und abends – auf die schmerzende Stelle auftragen!

 

Rezept für Rheumabad: 

 

In 100 g Salz 15 Tropfen ätherisches Öl des Alpen-Wacholders geben und gut durchmischen. Davon 2–3 EL ins warme Badewasser geben. Baden und entspannen Sie dabei ca. 20–30 Minuten.

Den Rest des Gemisches zügig verbrauchen.

 

Quellenangabe:
„Waldmedizin – Die Heilkraft der ätherischen Baumöle“, Anusati Thumm und Maria M. Kettenring

 

Dieser Blog und die darin enthaltenen Rezepte und Anwendungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Die Informationen wurden sorgfältig recherchiert und stammen von Fachleuten sowie anderen Quellen und Büchern. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für therapeutische Anwendungen konsultieren Sie bitte ihren Arzt.