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Kleine Pflanze ganz groß

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Der Thymian im Porträt

Der 40 cm hohe Zwergstrauch mit den rosavioletten bzw. weißen Blüten ist mit seinen mehr als 210 Arten überaus vielfältig. Der Hauptwirkstoff des Thymus vulgaris ist das sogenannte Thymol (Monoterpen der Gruppe Phenole), das eine stark antibakterielle, antivirale, schleimlösende, krampflösende wirkung aufweist: ein wahres Multitalent!

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Gattung und Familie

Der Thymian zählt zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler und wurde im Jahre 2006 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt. Kraut, Blätter und Blüten bilden das Sammelgut des Krauts. Auch wenn der Echte Thymian (Thymus vulgaris) die wohl bedeutendste Thymianart sein dürfte, gibt es Thymianarten, die ebenfalls viele Heilkräfte besitzen und genauso nennenswert sind. Hierzu gehört u. a. der Zitronen-Thymian: Sein stark zitronenartiger Duft betört alle Sinne, wie z. B. in unserem Gewürzsalz.

Herkunft und Vorkommen

Der Echte oder Gewöhnliche Thymian stammt ursprünglich aus den Mittelmeerländern im Süden Europas und ist somit häufig in Südfrankreich, Italien und Spanien vorzufinden. Der Boden, in dem der Thymian gedeiht, ist meist steinig und von trockenem, heißem Klima beeinflusst. Auch im eigenen Hausgarten sollte der Thymian in steinigem, trockenem und kalkhaltigem Boden angebaut werden. Es gilt: Sonne suchen, Wind meiden! Das Kraut kann auch längere Trockenheit überstehen, denn es stellt nach längerer Dürreperiode sein Wachstum einfach ein. Tipp fürs Urban Gardening: Das Kraut kann auch problemlos in einem Topf kultiviert werden.

Wirkung

Die Wirkungen des Heilkrauts sind sehr vielseitig: von antibakteriell, schleimlösend, krampflösend, hustenlindernd bis hin zu harntreibend, kräftigend, nervenstärkend und entzündungshemmend – ein wahres Superkraut, dieser Thymian! Die antiseptische (desinfizierende) Wirkung hat zur Folge, dass Keime und Viren abgetötet werden und z. B. beim Räuchern des Krautes die Raumluft gereinigt wird. Dazu kann man das getrocknete Thymiankraut einfach auf eine Räucherkohle geben, so entsteht ein feiner und herber Rauch, der die Luft im eigenen Zuhause reinigt. Eine einfache und simple Methode, von den Wirkungen des Thymians zu profitieren, ist auch die Anwendung in der Duftlampe. Dazu gibt man zusammen mit Wasser drei (abhängig von der Raumgröße) Tropfen des ätherischen Thymianöls in die Duftlampe und lässt den Duft verströmen.

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Verarbeitung und Anwendung

Thymian kann in verschiedenen Varianten verarbeitet und somit auch unterschiedlichst verwendet werden: Das ätherische Öl kann beispielsweise in Form von Salben oder Cremes genutzt werden, das getrocknete Kraut hingegen als Badezusatz: Dafür einen Liter stark gebrühten Thymiantee zubereiten, kurz abkühlen lassen und ihn in die Badewanne geben. Oder aber man genießt den Thymian einfach in Form von Tee oder nutzt das Kraut als Basis für einen selbsthergestellten Sirup – zur Stärkung von innen heraus. Die Pflanze hilft außerdem bei Erkältungssymptomen, Bronchitis, Keuchhusten oder Katarrhen in den oberen Luftwegen. Für weitere Infos zu diesem Thema klicken Sie sich doch einfach mal in diesen Blogartikel!

Auch bei Ohrenschmerzen hilft Thymian. Tipp: Zur Linderung kleine Kräutersäckchen mit Thymian füllen, diese dann trocken erwärmen und an die schmerzenden Ohren halten. Für einen besseren Duft und eine intensivere Wirkung können Sie einfach einige Tropfen direkt auf das Stoffsäckchen geben. Das edle Kraut wirkt verräuchert sehr konzentrationsfördernd und stärkt zudem das Selbstbewusstsein. Bei Menstruationsbeschwerden wirkt die Heilpflanze krampflösend und schmerzstillend: Dazu einfach gleich von Beginn der Menstruation an 3–4 Tassen des Thymiantees täglich trinken.

Naturkosmetik selbst gemacht

Wenig bekannt ist Thymian in der Hautpflege: Gegen unreine Haut, Pickel und Mitesser hilft ein Thymian-Tonikum! Dafür kocht man sich einen Tee des getrockneten Krauts und lasst ihn abkühlen, bis er eine lauwarme Temperatur hat. Danach auf ein Wattepad träufeln und das Gesicht bzw. Dekolletee abtupfen. Auch ein Dampfbad mit Thymiantee ist für unreine Haut sehr zu empfehlen.

Für die äußere Anwendung sollte das ätherische Öl des Thymians immer mit einer Basis bzw. einem Trägeröl (Mandelöl oder einem anderen pflanzlichen Öl) verdünnt werden, bevor man es auf die Haut aufträgt oder als Badezusatz verwendet. Thymus vulgaris (Chemotyp Thymol) ist stark hautreizend und sollte nur zeitlich begrenzt angewendet werden. Für Kinder unter sechs Jahren ist dieses ätherische Öl nicht empfehlenswert! Das Öl des Zitronenthymians ist milder, wesentlich hautfreundlicher und somit auch für Kinder ab drei Jahren geeignet. Bei der Haarpflege kann kalter Thymiantee auch in die Kopfhaut einmassiert werden. Die Kopfhaut wird dabei geschont und das Haar glänzt nach der Spülung sichtbar mehr.

 

Quellenverzeichnis:

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Thymian Bio
ätherisches Öl

thymus vulg. ct. thymol

ab 9,70€

Zitronenthymian Bio
ätherisches Öl

thymus x citriodorus

21,00€