Hydrolate – Geschichte und Herstellung, Qualitätsmerkmale

Hydrolate – Geschichte und Herstellung, Qualitätsmerkmale

Kurze Geschichte der Aromatherapie

Zwar ist der Begriff der „Aromatherapie“ erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts bekannt, um die Verwendung ätherischer Pflanzenöle bei der Behandlung von Krankheiten zu bezeichnen. Jedoch stammen die Grundprinzipien der Aromatherapie und -kultur bereits aus der Steinzeit, als Pflanzen und Früchte geräuchert wurden, um den Göttern zu huldigen. In der Antike verbreiteten die Römer mit ihrer Wohlfühlkultur die ersten von den Griechen gebauten Destillationsanlagen, die später von den Arabern zu Wasserdampfdestillationsanlagen weiterentwickelt wurden. Seitdem wurden ätherische Öle vor allem für die Herstellung von Parfüm, während der Weltkriege als Heilmittel und ab den 70er Jahre auch als Raumbeduftung sowie für die Herstellung von Tinkturen, Salben und Kosmetika verwendet. Seit der Entdeckung des Destillationsverfahrens sind außerdem Hydrolate bekannt: Früher oft in der Küche genutzt, werden Hydrolate heutzutage auch in anderen Bereichen eingesetzt, wie Naturkosmetik und allgemeines Wohlbefinden.

Was sind Hydrolate?

Hydrolate sind Nebenprodukte der Wasserdampfdestillation von Pflanzen und Pflanzenteilen. Sie werden auch als Pflanzenwässer bezeichnet: Sie entstehen nämlich bei der Abkühlung des Destillationsdampfes als Kondensat und enthalten neben den wasserlöslichen Pflanzeninhaltsstoffen auch noch Spuren ätherischer Öle. Nur ein ganz geringer Rest an ätherischem Öl – ca. 0,01 bis 0,05 Prozent -  verbleibt im Hydrolat.
Hydrolate sind ein wesentlicher Bestandteil der Aromatherapie und -kultur. Dank ihrer antiirritierenden und lindernden Eigenschaften können sie bedenkenlos eingesetzt werden.

Wie werden Hydrolate hergestellt?

Die einzige Möglichkeit, Hydrolate herzustellen besteht in der Wasserdampfdestillation. Das Pflanzenmaterial wird in den Destillationskessel gegeben. Der Wasserdampf strömt durch das Pflanzenmaterial, öffnet die Öldrüsen der Pflanzen und absorbiert aus Blüten, Nadeln und Blättern ätherische Öle und andere wasserlösliche Pflanzenteile, die durch ihren niedrigen Siedepunkt leichter als das Wasser resultieren und daher vom Dampf aufgenommen werden können. In der Kuppel der Destille sammeln sich diese Komponenten welche sich dann beim Abkühlen in ein flüssiges Kondensat verwandeln bestehend aus ätherischen Öl und Hydrolat, welches eine „Florentiner Flasche“ abgeleitet werden: In der Flasche sammeln sich erstere im oberen und letztere im unteren Bereich.

Qualitätsmerkmale für hochwertige und echte Hydrolate

Oft werden bestimmte Produkte als Hydrolate verkauft, die diese Bezeichnung gar nicht verdienen. Verschiedene Namen wie Blütenwasser, Hydrolat, Aromawasser oder Duftwasser können beim Kauf des gewünschte Produktes Verwirrung stiften. Leider sind nicht alle angebotenen Hydrolate und Pflanzenwässer ein echtes Wasserdestillationsprodukt. Einige nützliche Richtlinien, wie Sie ein qualitativ hochwertiges Hydrolat erkennen können sind:

1) Die Bezeichnung

Handelt es sich um ein echtes, hochwertiges Hydrolat kann man den Bezeichnungen „Pflanzenwasser“ und „Aquarom“ vertrauen. Bei „Duftwasser“ und „Aromawasser“ handelt es sich hingegen oft um synthetisch hergestellte Duftwässer.

2) Das Etikett

Ein echtes und hochwertiges Hydrolat sollte auf dem Etikett folgende wichtige Informationen haben:

  • Botanische Bezeichnung der verarbeiteten Pflanze: Meistens finden wir diese in lateinischer Sprache auf dem Etikett. Dies ist wichtig, da man nur daraus den vollständigen korrekten Namen erahnen kann.
  • Verwendete Pflanzenteile: z.B. Blüte, Blatt, Rinde, usw. Es ist wichtig zu wissen, welcher Pflanzenteil verarbeitet wurde, denn jeder Pflanzenteil besitzt unterschiedliche Inhaltsstoffe, wird sich also auch in der Wirkung unterscheiden.
  • Anbauart (z.B. kontrolliert biol. Anbau): Sehr wichtig ist auch die Anbauart der verwendeten Pflanze. Eine biologische Anbauweise garantiert dem Verbraucher, dass sich keine chemischen Rückstände im Produkt befinden. Ein Bio-Logo kann Ihnen die nötige Sicherheit geben, dass die Pflanze aus biologischen Anbau stammt. Wenn das Etikett keine Informationen zur Anbauart anführt, stammt die Pflanze gewöhnlich aus konventionellem Anbau.
  • Herkunftsland: Das ist ebenfalls eine interessante Information, denn nicht jede Pflanze ist unbedingt in ihrem Anbaugebiet heimisch. Es ist immer besser, wenn die Pflanze in ihrem eigenen natürlichen Herkunftsgebiet gewachsen ist, da sie nur dort unter den besten Wachstumsbedingungen auch die besten Eigenschaften entwickeln kann. Lavendel zum Beispiel kann in China angebaut werden, ist aber in Südfrankreich heimisch. Daher entwickelt er in China sicherlich nicht dieselben Eigenschaften wie in Frankreich.
  • Chargennummer und Haltbarkeitsdatum/Abfülldatum: Die Chargennummer erlaubt Ihnen, das Produkt bis zum Erzeuger rückzuverfolgen. Darüber hinaus sollte entweder das Abfülldatum oder das Haltbarkeitsdatum auf dem Etikett aufgeführt sein.
  • Zusätze wie Alkohol und chemische Konservierungsstoffe: Ein naturbelassenes reines Hydrolat solle keine Zusätze wie Alkohol aufweisen. Nur so kann es seine Wirkung in natürlicher Weise entfalten.

 

Echte Hydrolate zu kaufen bietet einen großen Vorteil, da sie schadstofffrei sind und die wohltuenden Eigenschaften der Pflanze bestens umsetzen können. Falls Sie auf der Suche nach wohltuenden, hochwertigen Hydrolaten sind, schnuppern Sie in unseren Onlineshop rein.


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