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Hand in Hand mit der Natur

Bergilas Philosophie

Im Blogbeitrag Tradition bewährt sich haben wir Ihnen bereits die Geschichte unseres Familienunternehmens erzählt. Dieses Mal möchten wir Ihnen hingegen einen Einblick in unsere Philosophie und Arbeitsweise geben!

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Die Ernte

Bergila stellt Nadelöle her, die ausschließlich aus zertifiziertem Wildwuchs gewonnen werden. Mit dem notwendigen Respekt gegenüber der Pflanze, werden Koniferen (Nadelhölzer) zum richtigen Zeitpunkt in hochalpinen Gebieten gehackt, gebündelt und ins Tal in die Latschenölbrennerei gebracht. Die Ernte dieser heimischen Nadelhölzer dient übrigens der Erhaltung der alpinen Weideflächen. Die Äste der Latschenkiefer, Zirbelkiefer, Fichte, Wacholder, Weißtanne, Lärche usw. werden hingegen im Zuge regelmäßiger Holzschlägerungen mit großem Arbeitsaufwand gesammelt und anschließend destilliert. Der Weg der Pflanze vom Schnitt bis hin zum fertigen ätherischen Öl wird anschließend in Bioregistern festgehalten.

Die Destillation

Zeit und reines Quellwasser in Trinkqualität sind wesentliche Komponenten beim Destillieren von 100 %igen ätherischen Ölen und Voraussetzung für deren Wirksamkeit und Qualität. Das reine ätherische Öl wird aus den Nadeln mit Hilfe von Wasserdampfdestillation nach alt überliefertem Verfahren entzogen – eine Handwerkskunst, die gelernt sein will! 30 Jahre lang hat Franz Niederkofler daran getüftelt und das Verfahren so optimiert, dass die Parameter individuell auf die Pflanzen abgestimmt sind. Jede Pflanze bekommt dabei die Dampf- und Feuchtigkeitsmenge, die sie braucht. Die Destillation ist ein Entwicklungsprozess, der vom Gefühl des Menschen abhängig ist: Beinahe in jedem Arbeitsschritt steckt – bis hin zur Abfüllung der naturbelassenen Öle – menschliche Energie, die sich mit der Natur verbindet.

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Der natürliche Kreislauf

Den Kreislauf der Natur lückenlos zu schließen ist der Familie Niederkofler ein besonderes Anliegen: Die Pflanzenrückstände werden nach dem Destillationsprozess zum Beheizen des Dampfkessels verwendet, die dabei anfallende Asche dient als Naturdünger für die Landwirtschaft. Zudem bereiten die entölten Zweige dem Gast ein unvergessliches Fußbad im Bergila-Duftstadel – und das noch heiße Kühlwasser spendet einem naheliegenden Hotel Wärmeenergie. Der gesamte ökologische Kreislauf ist bei der Ölgewinnung somit geschlossen und damit nachhaltig im Sinne von Mensch und Natur.

 

Die Verarbeitung der Kräuter und Pflanzen

Seit ihrer Jugend hat sich Brigitte Niederkofler mit Pflanzen und deren Wirkungen auseinandergesetzt. Ein Kräuterbuch von Maria Treben, das sie als junges Mädchen geschenkt bekommen hat, hat ihr den Anstoß dazu gegeben: „Die Effekte der Pflanzen haben mich schon immer begeistert.“
Beim Kräuteranbau wird in völliger Harmonie mit den Rhythmen der Natur gearbeitet. Das Pflanzen, die Ernte und das Verarbeiten der gesamten Kräuterprodukte erfolgt unter Berücksichtigung des balsamischen Zeitpunktes. Die kleinen Erntemengen werden mit Hand weiterverarbeitet, abgefüllt und verpackt. Durch diese natürlichen Methoden ist eine bedeutend höhere Qualität der Kräuter und der daraus hergestellten Produkte möglich. Der Wirkstoffanteil ist somit höher und das Endprodukt energiereicher.

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Der Qualität verpflichtet

Das tiefe Bewusstsein für Natur und beste Qualität zeichnet die Traditionsmarke Bergila aus. Franz bemühte sich seit der Übernahme des Betriebes von seinem Vater auch für zahlreiche Zertifizierungen. So trägt Bergila „Bioland“, das „ABCERT-Siegel“, das „EU-BIO-Siegel“ sowie das Gütezeichen „Qualität Südtirol“. Einige Tees und Tinkturen sind außerdem im Gesundheitsministerium als Nahrungsergänzungsmittel registriert. Mit viel Einsatz, Geduld und Erfahrung hat sich aus dem spärlichen Ertrag der Anfangszeit im Laufe der Zeit eine außerordentliche Produktpalette an hochwertigen Naturprodukten entwickelt. Heute kann der Kunde aus 20 verschiedenen ätherischen Ölen wählen, von denen das ätherische Öl des Alpinwacholders europaweit ausschließlich von Bergila destilliert wird. Vor einigen Jahren hat sich im Unternehmen auch die Naturkosmetik etabliert. 2021 zählt die Produktliste des Familienbetriebes insgesamt 85 verschiedene, biozertifizierte Produkte.

Die Wirkung der Pflanze als Ganzes sehen

Franz Niederkofler hatte schon immer die ganzheitliche positive Wirkung der Produkte auf das Wohlbefinden des Menschen im Blick. Die lebenslange Beschäftigung mit der Natur und die umfangreiche Erfahrung im Destillieren haben ihn zudem in Bezug auf die Qualität geprägt. Er ist sich sicher: Der heutige Umgang mit ökologischen Systemen muss hinterfragt und durchleuchtet werden. „Leider werden die ätherischen Öle in der Industrie und im Großhandel oft in ihre Bestandteile zerlegt und dann wieder zusammengemischt. Dadurch wird der Synergieeffekt der Pflanze zerstört. Solche Öle können sich auf Körper, Haut und Psyche nicht so verhalten, wie in ihrer Ursprungsform angedacht. Hautreizungen und andere Probleme können die Folge sein. Gerade deshalb ist es wichtig, biozertifizierte Öle zu verwenden – diese garantieren die Reinheit und den Ursprung der Pflanze in ihrer Ganzheit“, unterstreicht Franz.