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BERGILA: Urlaubs- und Reiseapotheke, Teil 1

Kräuterwissen ›

Welche ätherischen Öle eignen sich für die Reiseapotheke?

Unterwegs können kleine Malheurs das Vergnügen und die Stimmung verhageln. Wie gut, dass es natürliche Alternativen zur riesigen Medikamententasche gibt.

Schönen Urlaub! Mit der richtigen Reiseapotheke entspannt genießen.

Ab in den Urlaub

Sonne, Strand, die Berge, – der Urlaub steht vor der Tür und soll Erholung bringen!

Die Koffer sind schon fast gepackt und die Vorfreude ist groß. Die Sehnsucht nach Wärme lässt uns allzu schnell jede Vorsicht vergessen und der Sonnenbrand ist perfekt. Das Brummen von Stechmücken raubt uns den Schlaf und die juckenden Stiche nerven. Die Klimaanlagen in Autos, Flugzeugen und Hotels kühlen, aber es braut sich schnell eine Erkältung zusammen …

Ja, das kenne ich alles nur zu gut und habe deshalb meine kleinen duftenden Helfer im Urlaub immer mit dabei. Ob Jet-leg, Mückenstiche, Sonnenbrand, verstopfte Nase, Muskelkater, Übelkeit oder Kopfschmerzen – mit drei ätherischen Ölen bist du rundum gut versorgt – versprochen!

Unsere Top 3 ätherischen Öle für die Reiseapotheke

Das sind die wichtigsten ätherischen Öle zur Selbsthilfe – Das perfekte SOS-Notfalltrio.

https://www.bergila.com/it/c/blog-it/

Lavendel – Lavandula angustifolia

Dein unerlässlicher Partner während der Sommermonate. Als Universalheilmittel gehört Lavendel in jede Reiseapotheke – es wirkt beruhigend auf Haut und Psyche, lindernd bei Schmerzen und Krämpfen und hilft bei Wunden aller Art.

Ich verwende Lavendelöl bei: Reiseübelkeit, Reisestress, Schlaflosigkeit, Verbrennungen oder Sonnenbrand, Mückenstichen und sogar zur Abwehr von Mücken. Es ist mein Helfer auch bei Beulen und blauen Flecken. Oberflächliche und kleinere Wunden und Schnitte betropfe ich nach der Reinigung pur mit Lavendelöl. Das beugt Entzündungen vor und beschleunigt den Heilungsverlauf.

Lavendelöl ist es auch für Kinder geeignet. (Ab 3 Jahre.)

So vielseitig einsetzbar ist Lavendel:
  • Wundheilend und desinfizierend;
  • Erste Hilfe bei:

> Kleineren Verbrennungen, Schürfwunden, Kratzern und blauen Flecken, einige Tropfen Lavendel pur auftragen.

> Sonnenbrand:
5 Tropfen Lavendel mit 1 Esslöffel Joghurt oder Trägeröl  (am besten in Johanniskrautöl) mischen und sanft auf den Sonnenbrand streichen.

Schmerzstillend bei:

> Kopfschmerzen:
Einen Tropfen sanft in die Schläfen massieren. Auch gut in Kombination mit Pfefferminzöl.

> Zahnschmerzen: 
Einen Tropfen mit einem Wattestäbchen direkt auf den Zahn auftragen. Auch wirkt Nelkenöl (nur für Erwachsene).

> Ohrenschmerzen:
Ein Wattebausch mit Johanniskrautöl beträufeln und 1–2 Tropfen Lavendelöl darauf geben und ins Ohr stecken. Bitte tropfe ätherische Öle NIEMALS pur ins Ohr!

> Verstauchungen, Zerrungen, Prellung:
Akut:
5 Tropfen in 1 Teelöffel Trägeröl (am besten Johanniskrautöl) – und sanft auftragen.

Mehr dazu erfährst du in unserem Blog.

Sanft schleimlösend bei:

> Erkältungen:
Zum besser ein- bzw. durchschlafen bei Erkältungen empfiehlt es sich einige Tropfen Lavendelöl auf ein Taschentuch zu träufeln und dies neben dem Polster zu legen.
Dies erleichtert die Atmung und unterstützt kann bei Erkältungen Abhilfe schaffen.

Wirkt beruhigend bei:

> Insektenstiche:
Es ist gleichzeitig eines der besten und ein gut verträgliches Mittel bei Juckreiz nach Insekten- oder Bienenstichen: einen Tropfen Öl pur auf die Einstichstelle streichen.

> Angstzuständen: und ideal geeignet als sanftes Schlafmittel. Anwendung in der Duftlampe, als Bad oder Einreibung. 1 Tropfen auf ein Taschentuch tropfen und neben das Kopfkissen legen. Wer nach einer langen Flugreise mit einem Jetlag zu kämpfen hat und am Abend nicht einschläft, kann die beruhigende Wirkung des Lavendels nutzen. Ein paar Tropfen unter dem Fuß einmassiert sollen bei der Entspannung helfen.

Tipp: Lavendel mischt sich auch gut mit anderen Ölen: Zitrone, Orange, Teebaum, Pfefferminze.

Pefferminzöl

Pfefferminze – Mentha piperita

Die Pfefferminze ist auch immer mit dabei. Das ätherische Öl hilft mir bei Reiseübelkeit und Jetlag, bei extremer Hitze und Migräne. Etwas fettes Öl mit einem Tropfen Pfefferminze auf die Schläfen aufgetragen, vertreibt es Kopfschmerzen meist sehr erfolgreich. Zur Insektenabwehr habe ich mich auch schon damit eingerieben und sogar die Bettlaken damit besprüht und die Ameisen verschwinden.

Bei langen Autofahrten wirkt es konzentrationsfördernd und hält die Müdigkeit in Schach. Auch bei Erkältung und bei Magen-Darm-Beschwerden hilft Pfefferminzöl.

Es geht ganz einfach: verdünnt auf den Bauch kreisförmig einmassieren.

Beachte bitte, dass es durch den hohen Menthol Gehalt erst für Kinder ab 6 Jahren geeignet ist.

So wirkt echte Pfefferminze:
Schmerzlindernd und durchblutungsfördernd bei:

> Spannungskopfschmerzen:
Einige Tropfen auf die Fingerkuppen verteilen und sanft auf den Schläfen oder auf den Kopf oder Nacken einmassieren.
Vorsicht: Nicht in die Nähe der Augen bringen!

*Normalerweise empfehle ich ätherische Öle maximal 1 – 3%ig verdünnt zu verwenden. Bei Kopfschmerzen kann das Öl ausnahmsweise pur angewendet werden – denn in diesem Fall wird die Mischung nur punktuell und in winzigen Mengen aufgetragen. Außerdem handelt es sich hier um eine ”Akut-Behandlung“

Krampflösend und Verdauungsanregend bei:

> Übelkeit und Erbrechen, auch bei Reise- und Seekrankheit:
1 – 2 Tropfen Pfefferminzöl auf ein Taschentuch geben und den Duft inhalieren. Oder angewandt hinter den Ohren oder unter den Füßen ist Pfefferminzöl effektiv bei Reiseübelkeit.

> Blähungen, Verdauungsstörungen:
1 – 2 Tropfen Pfefferminzöl in 1 Teelöffel Trägeröl lösen und sanft in kreisförmigen Bewegungen (im Uhrzeigersinn) über Magen und Bauch einmassieren.
Und natürlich: Pfefferminztee trinken.

Stimulierend, kräftigend bei:

> Schwindel, Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schock und Schwäche: Einige Tropfen Pfefferminzöl auf ein Taschentuch als trockene Inhalation. So angewandt kann schnell geholfen werden.

> Antiviral (bekämpft Bakterien, Viren und Pilze);

> Raumluftdesinfektion: 3 – 5 Tropfen in den Duftstein, Aromadiffuser oder Aromaduftlampe

Schleimlösend und abwehrsteigernd bei:

> Erkältungen, Bronchitis, Schnupfen und Nebenhöhlenentzündung: Auf ein Taschentuch einige Tropfen geben und immer wieder daran riechen (nicht bei Kleinkindern!).

Krampflösend bei:

> nervösen Magen-Darm-Verstimmungen: 1 – 3 Tropfen in 1 TL Trägeröl mischen, sanft kreisförmig (im Uhrzeigersinn) über Magen und Bauch streichen.

Tipp:
Pfefferminzöl mischt sich gut mit: Lavendel, Zitrone, Orange, Teebaumöl, Eukalyptus, Fichte, Latschenkiefer, Rosmarin, Zirbelkiefer und Weißtanne.

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Zitrone – Citrus limon

Zitronenöl schafft Abhilfe bei Übelkeit, Kopfschmerzen, Jetlag und Müdigkeit.
Du kannst dir damit einen desinfizierenden Lufterfrischer-Spray machen, oder auch Oberflächen damit reinigen, mehr dazu liest du in unserem Blog-Artikel nach.
Dann bist du gut versorgt und auf Nummer Sicher.

Unter anderem lindert das Zitronenöl auch Erkältung und Fieber. Außerdem ist es der ideale Frischmacher auf der Haut und hebt die Stimmung.

So wirkt die Zitrone:
  • Antiviral:

> bei Erkältungskrankheiten:
Die Zitrone hat nachweislich antibakterielle und antivirale Eigenschaften und findet Anwendung bei Bakterien (besonders Streptokokken) und Viren.

> bei Mandelentzündung:
Gurgellösung:
1 – 2 Tropfen Zitronenöl in 1 TL Salz verreiben, in warmem Wasser lösen und gurgeln. Sehr gut in Kombination mit Lavendel- oder Teebaumöl.

> bei Bronchitis:
Inhalation: 1 – 2 Tropfen Zitronenöl in 1 EL Salz verreiben und in einer Schüssel heißem Wasser lösen.

> zur Raumluftdesinfektion:
In Zeiten ansteckender Krankheiten oder in hochfrequentierten Räumen: 5 – 10 Tropfen Zitronenöl in deiner Duftlampe oder einem Aromadiffuser verdampfen.

> zur Steigerung der Abwehrkräfte:
Gib 1 Tropfen Zitronenöl in Wasser oder Zitronensaft aufgelöst, in deine Trinkflasche, dieses sorgt für einen erfrischenden Geschmack und unterstützt zudem die Verdauung

Tipp: Zitronenöl mischt sich gut mit: Lavendel, Pfefferminze, Orange, Wacholder, Eukalyptus, Teebaum.

Sichere Anwendung:

  • Zitronenöl enthält KEIN Vitamin C. Das ist nur im frisch gepressten Saft enthalten.
  • Da Zitrusfrüchte aus herkömmlichem Anbau stark mit Pestiziden behandelt werden, ist es hier besonders wichtig auf Bio-Qualität zu achten! Zitronenöl wird nämlich hauptsächlich aus den Schalen gepresst.
  • Zitrusöle haben eine begrenzte Haltbarkeit von ca. 1-2 Jahre. Danach sollen diese Öle nicht mehr auf der Haut verwendet werden. Ich verwende sie dann in meinen selbstgemachten Haushaltsreinigern. 
  • Die enthaltenen Furocumarine können, insbesondere bei hellhäutigen Menschen und in zu hoher Dosierung, bei starker Sonnenbestrahlung zu Hautreizungen führen (Fototoxizität).
  • Bei zarter, trockener, sowie Kinder- und Altershaut kann es aufgrund des Monoterpengehalts des Öls zu Hautirritation kommen.
    Empfindliche Personen sollen vor der äußerlichen Anwendung einen Allergie- und Reizungstest auf der Innenseite des Arms durchführen.
  • In geringer Dosierung (0,5 %) ist das Öl im Allgemeinen gut verträglich. Zitronenöl eignet sich nicht zur inneren Anwendung bei Schwangeren, Säuglingen und Kleinkindern.

INFOBOX:
BASISÖLE – FETTE ÖLE

Fette Öle benötigst du, um die mitgeführten ätherischen Öle zu verdünnen. Denn wie du weißt, darf nur das Lavendelöl pur auf die Haut gegeben werden, die anderen Öle müssen verdünnt werden. Mit diesen Trägerölen bist du schon gut versorgt:

Johanniskrautöl

Das Johanniskrautöl hilft auch pur bei leichtem Sonnenbrand. Beachte: Dieses Öl steht unter Verdacht, photosensitiv zu wirken. Geh also direkt nach der Anwendung auf der Haut nicht in die Sonne. Auch hilft das Öl sehr gut bei Muskelkater und Schmerzen. Hierzu am besten mit Lavendel mischen  – 3 Tropfen auf 50ml.

Kokosöl

Das Kokosöl gilt durch die enthaltene Laurinsäure als Zecken abwehrend, was natürlich ideal ist, wenn du im Urlaub viel draußen sein möchtest. Auch ist es kühlend, hautstabilisierend, hautregenerierend und auch bei Sonnenbrand geeignet.

Mandelöl

Das Mandelöl ist pflegend und für Massagen geeignet. Wenn du also eine verdauungsfördernde Massage machen möchtest, dann ist Mandelöl mit Lavendel und Pfefferminze zu empfehlen.
(2 – 3 Tropfen in 1 Teelöffel Trägeröl)


Quellenangabe und weiterführende Links: 

  • Fischer-Rizzi Susanne. Ebenhoch Peter. Himmlische Düfte. Das große Buch der Aromatherapie. Duftöle – Wirkung, Anwendung, wichtigste Essenzen: Das grosse Buch der Aromatherapie Taschenbuch. 2011.
  • Marbach Eva. Gesundheitsratgeber und Hausapotheke. Alltagskrankheiten mit Naturheilkunde und Schulmedizin erfolgreich behandeln. 2012.
  • Scott A. Johnson. Evidence-based essential oil therapy. The ultimate guide to the therapeutic and clinical application of essential oils.
  • Wabner Dietrich. Beier Christiane. Demleitner Margret. Struck Dorothee. Aromatherapie: Grundlagen, Wirkprinzipien, Praxis. 2011.
  • Werner Monika. Braunschweig Ruth. Praxis Aromatherapie: Grundlagen – Steckbriefe – Indikationen. 2016.
  • https://www.aroma1x1.com/aetherische-oele-hausapotheke/

Bildrechte: 

Copyright: 2022 Bergila Südtirol-Alto Adige

Dieser Blog und die darin enthaltenen Rezepte und Anwendungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Die Informationen wurden sorgfältig recherchiert und stammen von Fachleuten sowie anderen Quellen und Büchern. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Für therapeutische Anwendungen konsultiere bitte deinen Vertrauensarzt.

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